LeiserDiamonds_creation-of-diamonds

Entstehung von Diamanten

Diamanten sind besondere Edelsteine, die vor langer Zeit im Inneren der Erde entstanden sind.

Diamanten entstanden mehrheitlich vor über einer Milliarde Jahren in Tiefen von 150 bis 300 Kilometer. Bei Temperaturen um 1'000 Grad Celsius und einem Druck von über 100 Kilobar wurde reiner Kohlenstoff in eine neue Kristallstruktur gepresst. Die Kohlenstoffatome verbinden sich zu einem regelmässigen Kristallgitter und erhalten so ihre Festigkeit und Beständigkeit.

Die besonderen Temperatur- und Druckverhältnisse machen den Unterschied. Sie sind der Grund warum der Kohlenstoff zum härtesten Edelstein dem Diamanten wird – statt nur zu bröckeligem Graphit.

Je reiner der Kohlenstoff, umso wertvoller – weil reiner – wird auch der Diamant. Unter gewissen Umständen kann es durch zusätzliche oder fehlende Atome im Kristallgitter auch zur Entstehung farbiger Diamanten kommen.

Die Rohdiamanten werden durch tektonische Verschiebungen und vulkanische Aktivitäten in die Nähe oder gar an die Erdoberfläche befördert. Über Durchschlagröhren, sogenannte Pipes, wird das Muttergestein, in dem die Diamanten eingeschlossen sind, nach oben transportiert. Erst so wird es für Menschen zugänglich.

Diamanten zu finden, ist sehr aufwändig. Zwar kommen sie weltweit vor, doch nur selten in einer solchen Konzentration im Muttergestein, die den Abbau lohnen würde. Tonnen von Erde müssen bewegt, gebrochen und gesiebt werden, um ein Karat Diamanten zu gewinnen.

Rohdiamanten haben optisch noch nichts mit dem uns bekannten Schmuckstein zu tun. Ihr Oberfläche ist matt und der Stein erscheint oft milchig. Erst durch den Schliff und die Politur wird ein Rohdiamant zum begehrten, funkelnden Objekt der Begierde.